Wie gestalten wir Veränderung?

Die Phänomenta befindet sich in einem Wandel. Zum Neujahrsempfang der Wirtschaftsjunioren/der SIHK berichtete Phänomenta-Geschäftsführer Torsten Schulze von den Herausforderungen in den letzten Jahren. Mit neuen Ideen und viel Mut zu neuen Wegen gestaltet er verschiedene Veränderungen mit seinem Team. Der Erfolg gibt ihm Recht. Und die Phänomenta bot einen tollen Rahmen für viele wertvolle Kontakte, tiergehende Gespräche und die Möglichkeit, an vielen Exponaten sich selbst auszuprobieren… .

Neujahrsempfang der SIHK und der Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid

Wie stellen wir uns die Kinderbetreuung in der Zukunft vor?

Es ist wie jedes Jahr: Alle Eltern hoffen darauf, einen Betreuungsplatz für ihr Kind zu bekommen. Es gab viele Zu- aber auch viele Absagen. Für mich war unsere Absage für den KiTa-Platz ein Grund, um politisch aktiv zu werden. Alles begann mit einem Leserbrief… .

Jeder Mutter und jedem Vater drücke ich die Daumen. Dabei weiß ich, wie schwierig es ist, die Kinderbetreuung, Arbeit, Familie und die finanzielle Belastung „unter einen Hut“ zu bekommen. Kinderbertreuung ist eines meiner „Herzensthemen“. In diesem Jahr gab es ein neues Anmeldeverfahren. Und dazu war es mir wichtig, mit Eltern und Einrichtungen über ihre aktuellen Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.

Phil – ein Geschwisterkind, für das ich noch keine Gebühren bezahlen musste…

Eltern haben in diesem Jahr bei der Anmeldung die folgenden Erfahrungen gemacht:

  • Es gibt Eltern mit mehreren Zusagen – andere Eltern berichten von keiner einzigen Zusage.
    => Bietet das neue Online-Programm die Möglichkeit, nur einen Platz pro Anmeldung zu vergeben, so dass die meisten Eltern Zusagen erhalten?
  • Ein Vater hatte schon im alten Jahr eine schriftliche Zusage erhalten; bei der erneuten Online-Anmeldung hat er nur Absagen bekommen.
    => Wie können wir solche Härtefälle bei neuen Prozessen besser berücksichtigen?
  • Die Kriterien sind/waren den Eltern bei der Anmeldung in KiTas – gerade bei unterschiedlichen Trägern – nicht immer bekannt.
    => Wie können wir zukünftig Transparenz schaffen, so dass Eltern bei Kriterien wie „Geschwisterkind in der Einrichtung“, „Ältere Kinder bevorzugt“, „Alleinerziehend“, „Entfernung“ oder „Konfessionszugehörigkeit“ ihre Vergabe-Chancen einschätzen können?
  • Viele Eltern sind durch die Dauer des Vergabeverfahrens und die bisherigen Absagen emotional stark belastet.
    => Inwiefern es möglich, das Vergabeverfahren zukünftig abzukürzen?

Von Einrichtungsträgern habe ich die folgenden Rückmeldungen bekommen:

  • Das System läuft noch nicht überall stabil.
    => Woran liegt es im Einzelfall und wie können wir es verbessern?
  • Eltern sagen zugesagte Plätze nicht zeitnah ab, so dass diese weiter vergeben werden.
    => Welche Möglichkeiten bieten das Online-Programm bzw. der organisatorische Ablauf, um Mehrfach-Zusagen zu verhindern?
  • Einige Eltern haben online einen Platz beantragt, ohne sich die Einrichtung angesehen zu haben.
    => Inwiefern ist es möglich, die Besichtigung der Einrichtung/das Gespräch mit den Eltern als Kriterium für die Platzvergabe zusätzlich aufzunehmen?

Ich würde mich auch über weitere Rückmeldungen sehr freuen.

Lüdenscheid jetzt besser machen.

Ab 2020 haben wir vor, die Kinderbetreuung in Lüdenscheid unter den folgenden Gesichtspunkten weiter zu verbessern:

  • das Anmeldeverfahren zu optimieren.
  • die Vergabe-Kriterien für Kita-Plätze transparent benennen.
  • den Geschwisterkind-Beitrag komplett abzuschaffen (in drei Vierteln der Jugendämter in NRW sind Geschwisterkinder beitragsfrei).
  • Kita-Gebühren von Jahr zu Jahr zurückführen.
  • alle Möglichkeiten zur finanziellen und organisatorischen Entlastung von Eltern durch das neue KiBiZ zu nutzen (siehe unten).

Kinderbetreuung jetzt besser machen.

Ab dem dem 1. August 2020

  • sind Kinder beitragsfrei, die bis zum 30. September 2020 mindestens vier Jahre alt sind.
  • werden jährlich rund 1,3 Milliarden Euro von Bund, Land und Kommunen für die Kinderbetreuung in NRW zur Verfügung gestellt.
  • soll die Betreuung der Kinder stärker an den Bedarf der Familien angepasst werden (Betreuungszeiten können unregelmäßig auf Wochentage verteilt werden).
  • werden flexible KiTa-Betreuungszeiten in Lüdenscheid mit  153.600 Euro zusätzlich gefördert (für erweiterte Öffnungszeiten vor 7 und nach 17 Uhr oder eine Betreuung an Wochenenden, …).
  • werden die Pauschalen pro Kind erhöht und jährlich gesteigert.
  • gibt es eine Garantie für die Bewilligung/Förderung jedes neuen KiTa-Platzes in Lüdenscheid durch das Land NRW.

Diese spürbaren Verbesserungen hat der Landtag in NRW im neuen Kinderbildungsgesetz– gegen die Stimmen von SPD, GRÜNEN und AfD – beschlossen.

Weiter denken…

Am Wetterkreuz in Reith im Winkl

„Dem Denken sind keine Grenzen gesetzt. Man kann denken, wohin und soweit man will.“ (Ernst Jandl)

#weiterdenken #weilluedenscheidmehrkann #luedenscheidjetztbessermachen