Forschungsbericht Studie Sicherheit

In Nordrhein-Westfalen ist eine Studie zum o. g. Thema veröffentlicht worden. Diese ist hier vollständig im PDF-Format zu finden.

In Lüdenscheid haben wir uns im zurückliegenden Wahlkampf – vor allem mit der nächtlichen Situation in der Lüdenscheider Innenstadt sowie an weiteren Stellen (u. a. rund um die Phänomenta, am Knapper Schulhof, an der Kluse, am Spielplatz Breslauer Straße/Hochstraße auseinander gesetzt.

Scherben rund um die Phänomenta sollen zwar Glück bringen – sie vermitteln aber kein Gefühl von Sicherheit.

Gerne wurde als Gegenargument auf die zurückgehende Kriminalitätsstatistik verwiesen (auch wenn dort keine Ordnungswidrigkeiten berücksichtigt werden).

Umso interessanter ist auch die Studie in diesem Zusammenhang:

Rund 24.000 Menschen in NRW haben zu ihrem Sicherheitsempfinden und ihrer Erfahrung mit Gewaltkriminalität Auskunft gegeben und kriminologische Erkenntnisse bestätigt: Das subjektive Unsicherheitsempfinden steigt parallel zur Wahrnehmung von Vermüllung und Unordnung. Dabei ist es – gemäß der durchweg zurückgehenden Statistik – eher unwahrscheinlich, selbst ein Opfer von Gewalt zu werden.

Menschen fühlen sich vor allem in ihrer Nachbarschaft sicher. Das Gefühl der Unsicherheit nimmt zu, je weiter sie sich aus der Nachbarschaft bewegen. Frauen fühlen sich zudem nachts und im ÖPNV unsicherer als Männer, und sie schätzen das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, höher ein. Gleiches gilt im Übrigen für nicht heterosexuelle Personen und Menschen mit Migrationshintergrund in Bezug auf Straftaten, die ihnen wegen der Zugehörigkeit zu einer dieser Gruppen zugefügt werden.

Wie begegnen wir den Sorgen und Ängsten der Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheidern in der Zukunft? Wie steigern wir das Gefühl von Sicherheit? Wie verhindern wir Vermüllung und Unordnung wirksam? Wir werden uns auf den Weg machen, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Please follow and like us: